Der Diskurs im Modell-Verfahren Mäusebunker

(Leichte Sprache)

 

Diskurs bedeutet in etwa Gespräch oder Austausch.

Hier können Sie Meinungen und Interviews

von verschiedenen Expertinnen und Experten aus dem Jahr 2021 lesen.

Sie reden über diese 4 Themen:

  • Architektur 
  • Greening Futures 
  • Co-Habitation 
  • Re-Imagining

Zu Greening Futures

 

Greening Futures ist Englisch und bedeutet etwa:


Eine umwelt-schützende Zukunft.


Hier geht es darum:

 

Alte Gebäude abreißen und dafür neue Gebäude bauen,

 
verbraucht viel Energie und Bau-Stoffe.


Darum wollen wir lieber prüfen:


Wie können wir Gebäude auch in der Zukunft noch gut nutzen?


Damit wir nicht so viel Energie und Bau-Stoffe verbrauchen.


Denn das ist besser für die Umwelt.

 

Die Meinung von 3 Experten erklärt uns die Verbindung von 


Greening Futures und Mäusebunker.
 

Susanne Wartzeck


Susanne Wartzeck ist eine Architektin.


Sie ist seit dem Jahr 2019 die Präsidentin


vom Bund Deutscher Architektinnen und Architekten.

 

Frau Wartzeck sagt:


Fehlendes Geld ist kein guter Grund für den Abriss von alten Gebäuden.


Einige Menschen denken auch:


Es lohnt sich nicht, alte Gebäude zu reparieren.

 

Frau Wartzeck findet:

Wir müssen in der Architektur und Stadt-Planung mehr an diese Sachen denken:


•    die Umwelt,


•    die Bedürfnisse der Bewohner,


•    die Gebäude, die es schon gibt.

 

Dafür müssen Architekten auch offen für neue Wege sein.


Also wie geht man mit Gebäuden um, die es schon gibt?

Ansicht einer auf Ausstellungselement mit Pflanzen und Bilderwand
BDA-Ausstellung „Sorge um den Bestand“ im DAZ

Bild: Leon Lenk Fotografie

Marco Schmidt


Marco Schmidt arbeitet beim Natural Building Lab


an der Technischen Universität Berlin.

 

Herr Schmidt sagt:


Es gibt gute Gründe dafür,


Gebäude wie den Mäusebunker weiter zu nutzen.


Zum einen wurde bereits viel Energie für den Bau genutzt.


Zum anderen werden Bau-Materialien immer knapper.


Man kann zwar einige Materialien wie Beton, Stahl, Elektro-Leitungen

und Wasser-Leitungen wieder verwenden.


Aber das ist sehr viel Arbeit.

 

Herr Schmidt glaubt:


Wir können beim Mäusebunker etwas Geld sparen.


Zum Beispiel indem wir die Lüftungs-Anlage ändern.


Oder Pflanzen an die Außen-Seiten vom Gebäude machen.


Damit kann man Energie sparen.

Zuerst muss aber entschieden sein:


Wie soll der Mäusebunker genutzt werden?


Dann kann man Sachen am Mäusebunker passend verbessern.

Detailaufnahme der Fassadenbegrünung an einem dafür vorgesehenen Rankgitter.
Für das Lise-Meitner-Haus (Institut für Physik) der HU Berlin von Augustin und Frank / Winkler Architekten begleitete Marco Schmidt im Rahmen des Forschungsprojekts „Gebäudekühlung“ auch die Konzeption der Fassadenbegrünung.

Bild: Marco Schmidt

Zwei Beipiele für eine Nachnutzung von schwierigen Gebäuden


In Paris gibt es eine ehemalige Tief-Garage namens "La Caverne".


Und in London gibt es einen ehemaligen Luftschutz-Bunker


namens "Growing Underground".

 

Diese Orte zeigen:


Wir können in geschlossenen Räumen ohne Fenster


Lebensmittel anbauen.


Das ist platzsparend und unabhängig vom Wetter


und von der Jahreszeit möglich.


So kann man die Lebensmittel-Versorgung in der Stadt sicherstellen,

ohne dass man weite Strecken zurücklegen muss.

 

Bild von beleuchtetem, halbkreis-förmigem Tunnel, Lichtquelle links
Growing Underground in einem ehemaligen Luftschutzbunker in London

Bild: Zero Carbon Farms UK

Bild von Mann mit schwarzer Mütze, der Chicoree in Box sortiert
La Caverne – Ferme Urbaine in einer ehemaligen Tiefgarage in Paris

Bild: ICF La Sablière Cycloponics

Bild von Regalen, links und rechts, im Mittelgang Rollwagen mit mehreren Etagen mit Gemüse
Growing Underground in einem ehemaligen Luftschutzbunker in London

Bild: Betsy McCue | Courtesy Zero Carbon Farms UK

Professor Mareike Gast


Professorin Mareike Gast ist Expertin für verschiedene Materialien.

 

Sie zeigt mit einigen Beispielen:


Wir haben viele gute Möglichkeiten mit alternativen Bau-Materialien.


Zum Beispiel auch mit lebendigen Materialien wie Pilzen und Bakterien.


Zum Beispiel kann es Möbel geben,


die Sauerstoff produzieren.

Das Foto zeigt eine Petrischale mit grünem Algensubsatrat.
Algensubstrat in einer Petrischale

Bild: Ina Turinsky, Andi Wagner, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

Das Foto zeigt eine cremfarbene Gardine vor einem Fenster, die am unteren Ende mit Algen grün gefärbt wurde.
Projekt "Grow" von Larissa Siemon

Bild: Larissa Siemon, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle