Umgebungsplan, Fotografien, Baugeschichte, Verzeichnung Denkmalwerte, Farbkonzept, Arbeits-, Technik- und Sauberkeitsbereiche, Schadstoffsanierung, Bodengutachten

Mit dem Modellverfahren Mäusebunker sollen Erhaltungsoptionen für das Gebäude aufgezeigt werden und die Grundlage für die Aufnahme in die Berliner Denkmalliste gelegt werden. Das ikonische Äußere des Gebäudes ist aus Sicht der Landesdenkmalamt die Visitenkarte des Mäusebunkers. Für den baulichen Umgang im Inneren werden verschiedene Möglichkeiten hin zu einer zeitgemäßen, denkmalverträglichen Umnutzung gesucht.
Gutachten, Grundrisse, Pläne und Fotografien legen in diesem Teil Grundlagen für die weiteren Planungen.


Die Auszüge aus dem Bindungsplan und der Denkmalbewertung des Landesdenkmalamtes Berlin definieren einen ersten Rahmen für den potenzielle Umgang mit dem Gebäude. Beachtenswert ist der insgesamt sehr gute Erhaltungszustand des Mäusebunkers, der seit Fertigstellung kaum verändert wurde. Sogar das ausgearbeitete Farbkonzept hat sich bis heute erhalten. Anhand der Farben wurden zum Beispiel die Sauberkeitsbereiche mit konkreten Handlungsanweisungen an das Personal der Tierlaboratorien bestimmt.

 


Teilweise wurde Asbest in dem Gebäude verbaut, der fachgerecht aus dem Gebäude abgetragen und entsorgt werden muss. Eine erste Schadstoffanalyse, die die Charité Universitätsmedizin Berlin in Auftrag gegeben hat, zeigt die zu sanierenden Flächen auf. Dank der Charité liegt außerdem ein aktuelles Bodengutachten vor.

 


Die Zentralen Tierlaboratorien der Freien Universität Berlin wurden bereits ab den 1965er Jahren durch das Architekturbüro Hänska geplant und der Bau selbst beanspruchte mehr als 10 Jahre (1971–1981). Die Kosten stiegen dabei von 30 auf 183 Millionen Deutsche Mark. Welche spannenden Herausforderungen die Planung und der Bau dieser zu derzeit hochmodernen und -technisierten medizinischen Forschungseinrichtung mit der Stadtverwaltung Berlins, den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und den Architektinnen und Architekten mit sich brachte, dazu haben die Gutachter Janik & Wiese umfängliche Recherchen unter anderem in dem Nachlass der Hänkas betrieben, die hier in der Planungs- und Baugeschichte zu finden sind.